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The New York Times feierte den Pianisten Soheil Nasseri mit folgenden Worten: „Ein mitreißender Pianist ... stets interessant, durchdacht und charaktervoll ... voll sprudelnden Ideenreichtums ... eine hervorragende Technik. Er setzt ausnahmslos die Musik an erste Stelle, das Zeichen eines wahrhaft hochkarätigen Künstlers“. Die Berliner Zeitung schrieb „Klasse! Hut ab! Sein Artikulationsvermögen ist delikat. Eine echte Begabung. [Beim Beethoven] hat man sich auf höchstem Niveau amüsieren können“ .

Neben solch enthusiastischem internationalen Lob bezeichnete der New Yorker Nasseri zugleich als „einen der produktivsten Solisten New Yorks.“ Seit Herbst 2001 hat er neunzehn Solokonzerte mit völlig unterschiedlichen Programmen in New York dargeboten: in der Weill Recital Hall der Carnegie Hall, in der Alice Tully Hall des Lincoln Centers, und in der Merkin Concert Hall. Diese Konzerte beinhalteten sowohl 23 Erst- oder Uraufführungen zeitgenössischer Stücke, als auch 28 der insgesamt 32 Klaviersonaten Beethovens. Damit hat Nasseri bereits einen Teil seines Vorhabens eingelöst, alle Stücke Beethovens für Klavier (Solostücke, Kammermusik und Lieder) vor dessen 250. Geburtstag im Jahre 2020 aufzuführen.

Sein europäisches Debüt gab Nasseri 2004 im Teatro Massimo im sizilianischen Palermo. Seitdem tritt der Pianist Soheil Nasseri regelmäßig in einigen der wichtigsten Konzertsälen weltweit auf: außer seinen zahlreichen Konzerten in New York, hat er in der letzten Zeit in Washington im Terrace Theater des Kennedy Centers, im Kammermusiksaal der Philharmonie und im Konzerthaus Berlin, im Purcell Room am Londoner Southbank Centre, im Musashino Center in Tokyo, im Teatro Comunale in Florenz und im Teatro Politeama in Palermo gespielt. Als Konzertsolist musizierte er mit den Dirigenten Justus Frantz und Fabio del Cioppo und als Kammermusikpartner in Klavierquintetten und bei Liederabenden mit der Mezzosopranistin Susanne Kreusch.

Ein für Soheil Nasseri sehr wichtiges Anliegen ist sein pädagogisches Musik-Programm für staatliche Schulen in den USA. In den letzten Jahren hat Nasseri in über 60 Schulen vor insgesamt über 25.000 enthusiastischen Schülern gespielt, um ihnen klassische Musik näher zu bringen. Für dieses soziale Engagement wird Nasseri häufig von Presse und Öffentlichkeit gelobt.

Nasseri setzt sich auch leidenschaftlich für zeitgen&öuml;ssische Musik ein. Viele Komponisten der neueren Zeit haben extra für ihn komponiert, darunter Richard Danielpour, Avner Dorman, Martin Kennedy, Samir Odeh-Tamimi, Haskell Small, Ronn Yedidia, Lev 'Ljova' Zhurbin und Samuel Zyman.  2002 hat Nasseri die Uraufführung des ersten und für sehr wichtig erachteten Klavierstückes von Kaikhosru Sorabji (1892-1988), die "Sonate Nr. 0" aus dem Jahr 1917, gespielt. Dieses Stück hat er kürzlich zusammen mit Sonaten von Beethoven und Rachmaninoff für Centaur Records eingespielt. Eine Aufnahme mit neuen Stücken von Haskell Small wird im Frühling 2010 bei Naxos erscheinen.

Der Pianist wurde 1978 in Santa Monica, Kalifornien geboren.  Seine Eltern sind Naturwissenschaftler, die ursprünglich aus dem Iran stammen. Bereits im Alter von fünf Jahren begann Soheil Nasseri Klavier zu lernen.  Im Rahmen seiner Ausbildung zum Konzertpianisten zog er mit 20 Jahren nach New York, um bei dem Berliner Karl Ulrich Schnabel (1909-2001) zu lernen.  Nach dem Tod Schnabels war Nasseri Schüler von Jerome Lowenthal, der noch heute sein Lehrer ist.  Weitere wichtige Klavierlehrer waren Irina Edelman, Anna Balakerskaia, Clinton Adams, Eva Pierrou und Ann Schein.

Soheil Nasseri lebt und arbeitet in Berlin und New York.