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An Impassioned Performance by Soheil Nasseri
- Michael Tierra, The Aptos Times (Oct. 15, 2011, California) - Zur deutschen Übersetzung
The Distinguished Artists Concert and Lecture series offered another cultural coup on Sunday with the presentation of Iranian-American pianist, Soheil Nasseri. Over the years, John Orlando and Distinguished Artists Concert and Lecture series has consistently been able to present artists of the highest caliber that one would only expect to hear in one of the major cultural capitols of the world, New York, Paris, London, Berlin or Milan and in an outstanding hall and on a superb instrument.
While it was obvious from the beginning of the program that Mr. Nasseri was up to the highest standards set by the many outstanding pianists presented on the series over the years, this one was special with the Beethoven Hammerklavier Sonata Op 106 which up to that time was the longest sonata ever composed, running the full gauntlet of every human emotion possible within its 45 minute performance span, arguably the greatest sonata ever conceived. Did I say that it is one of the most difficult piano pieces both technically and interpretively?
The first half of the program consisted of the West Coast premiere of Sonata No 2 by Hormoz Farhat. Unfortunately it posed a challenge for some who were not prepared to hear an unfamiliar contemporary work at the beginning of a program.
This was followed by a rare performance of 3 Novellettes from Op 21 by Robert Schumann. Seldom played because, they pose a formidable technical and interpretive challenge that few performers are willing to risk.
We were then given a fine performance of the Chopin Fantasy in F Minor Op 49. This piece shared the vague episodic story line similar to the Schumann pieces.
No one seems to know who gave the premier performance of Beethoven's monumental Hammerklavier Sonata Op 106. Evidently the true first performer of this enigmatic work and the one who in 1836 first "making comprehensible a work not yet comprehended" according the critique by the composer, Hector Berlioz, was none other than Liszt.
There is a touching account of Liszt playing the famous adagio of this work spontaneously for a special gathering of nobility and high-minded musical connoisseurs in Wagner's spacious living room-study-library. At its conclusion, the berobbed Wagner "thundering, rather than running" down from the balcony, flinging his arms around Liszt's neck and sobbing with emotion thanking him for the wonderful gift received.".
Sunday's performance showed how Soheil Nasseri with his prodigious effortless technique, a wide range of expressive tonal colors and dynamics conjured with abandon the most impassioned and riveting performance of Beethoven's Hammerklavier.
One gets the sense that Beethoven was trying to cram the impressions and experiences of a lifetime into a 45 minute 4 movement work. If it is not performed well it seems to have a tendency to ramble, sometimes aimlessly.
I've heard several interpretations of this work, both in live performance as well as recording and even listened to a couple since Mr. Nasseri's Sunday performance, none even come close to his unique rendering.
Almost on cue with the fading away of last note of the electrifying final note of the fugue, the audience seemed to rise with thunderous applause.
Encore? Well it seemed that only a soothing, faith-affirming performance of an arrangement of the famous "Jesu, Joy of Man's Desiring" honoring this masterwork, which Mr. Nasseri said, reflects Beethoven's personal homage to J.S. Bach.
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Eine leidenschaftsvolle Aufführung Soheil Nasseris
- Michael Tierra, The Aptos Times (15. Oktober 2011, Kalifornien) - Deutsche Übersetzung
Die Serie "Ausgewählte Künstler und Vorträge" vollbrachte mit der Aufführung des iranisch-amerikanischen Pianisten Soheil Nasseri eine kulturelle Großtat. Im Laufe der Jahre war John Orlando mit seiner Serie stets in der Lage, Künstler von höchstem Rang, wie man sie nur in den kulturellen Hauptstädten der Welt wie New York, Paris, London, Berlin oder Mailand, und in einem erstklassigen Konzerthaus sowie auf hervorragenden Instrumenten zu hören erwartet, zu präsentieren.
Während es schon zu Anfang des Programms klar war, dass Nasseri den höchsten Standards, die von vielen hervorragenden Pianisten der Serie im Laufe der Jahre gesetzt wurden, genügte, trat dieses Mal Beethovens Hammerklaviersonate op. 106, die zu der damaligen Zeit die längste jemals komponierte Sonate war und in ihrer 45-minütigen Aufführungsdauer alle erdenklichen menschlichen Emotionen durchspielt, besonders hervor. Hatte ich schon gesagt, dass es sich um eines der schwierigsten Klavierstücke, sowohl technisch als auch interpretativ, handelt?
Die erste Hälfte des Programms bestand aus der Westküsten-Erstaufführung der Sonate Nr. 2 von Hormoz Farhat. Leider stellte es eine Herausforderung für diejenigen dar, die nicht darauf vorbereitet waren, ein unbekanntes modernes Werk zu Beginn des Programms zu hören.
Es folgte eine seltene Aufführung von einigen Novelletten aus op. 21 von Robert Schumann. Diese werden kaum gespielt, denn sie stellen eine anspruchsvolle technische und interpretative Herausforderung dar, die nur wenige Interpreten riskieren wollen.
Wir bekamen dann eine schöne Aufführung der Chopin Fantasie F-moll op. 49. Dieses Stück hatte den vage episodischen Narrativ mit den Stücken Schumanns gemeinsam.
Es scheint keiner zu wissen, wer die erstmalige Aufführung von Beethovens monumentaler Hammerklaviersonate op. 106 bestritt. Anscheinend war der erste wahre Interpret dieses rätselhaften Werkes, der nach Aussage des Komponisten Hector Berlioz 1836 zum ersten Mal ein "unfassbares Werk fassbar machte", niemand anderer als Franz Liszt.
Es gibt eine anrührende Beschreibung, wie Liszt das berühmte Adagio dieses Werkes spontan bei einem besonderen Treffen von Adligen und hochgeistigen musikalischen Kennern in Wagners geräumiger Wohnbibliothek spielte. Zum Ausklang hin rannte Wagner, völlig außer sich, von der Empore hinab, legte seine Arme um Liszts Hals, schluchzte vor Bewegtheit und dankte ihm für das wundervolle Geschenk, dass ihm zuteil geworden war.
Die Aufführung am Sonntag zeigte, wie Soheil Nasseri mit seiner erstaunlich mühelosen Technik, einem weiten Bereich von ausdrucksvollen Klangfarben und hoher Dynamik eine der leidenschaftlichsten und fesselndsten Aufführungen von Beethovens Hammerklavier mit Hingabe vollbrachte.
Man hat das Gefühl, dass Beethoven die Eindrücke und Erfahrungen seines ganzen Lebens in ein 45-minütiges 4-sätziges Werk packen wollte. Wenn es nicht gut aufgeführt wird, scheint es die Tendenz zu haben, manchmal ziellos umherzuschweifen.
Ich habe zahlreiche Interpretationen des Werkes, sowohl im Konzert als auch als Plattenaufnahme, sogar einige weitere Aufnahmen nach Nasseris Aufführung am Sonntag gehört, aber keine kam auch nur annähernd an diese einzigartige Leistung heran.
Fast gleichzeitig mit dem Ausklang der letzten Note des letzten Absatzes der Fuge erhob sich das Publikum mit donnerndem Applaus.
Zugabe? Nun, es machte den Anschein, dass nur eine beruhigende, glaubensbekennende Aufführung einer Bearbeitung des berühmten "Jesu, meine Freude" diesem Meisterwerk gerecht werden kann, welches laut Nasseri Beethovens persönliche Verehrung für J. S. Bach widerspiegelt.
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